Wenn Kunst einen Raum verändert…

Ein Bild endet nicht an seiner eigenen Oberfläche.
Erst wenn es seinen Platz im Raum findet, beginnt ein weiterer Teil seiner Wirkung. Licht, Wandfarbe, Architektur und der Abstand zum Bild verändern, wie wir es wahrnehmen.
Mich interessiert dieses Zusammenspiel sehr. Ein Kunstwerk kann einen Raum beruhigen, Spannung erzeugen, einen Blick lenken oder eine Atmosphäre verdichten. Dabei muss es nicht laut sein. Manchmal entsteht Wirkung gerade durch eine stille Präsenz.
Besonders bei abstrakter Kunst gibt es dafür viele Möglichkeiten. Sie erzählt keine festgelegte Geschichte und kann sich dadurch unterschiedlich in einen Raum einfügen – im privaten Wohnbereich ebenso wie in einem Büro, einer Praxis oder einem anderen öffentlichen Raum.
Für mich beginnt Kunst dort weiterzuleben, wo sie den geschützten Raum des Ateliers verlässt und Teil eines neuen Ortes wird.